Evangelische Pfarrkirche Urbach

Die Kirche, 1204 erstmal urkundlich erwähnt, war eine Stiftung der Grafen von Isenburg (um 1180). Sie hatten bis zum Übergang der Kirche in protestantischer Zeit an die Grafen zu Wied das Patronatsrecht (das Recht, den Pfarrer zu bestellen). Der Turm, mit dem heutigen Haupteingang, stammt noch aus der Gründungszeit, wurde allerdings 1829 höher ausgeführt und mit dem charakeristischen „Bischofshut“ versehen. 1824 stürzte der Chor des alten Kirchenschiffes ein, was zu einem neuromantischen Neubau nach den Plänen des Königlichen Preußischen Landbauinspektors Nebel in den Jahren 1825-27 führte. Das Oktogon erinnert an die Pfalzkapelle in Aachen. Im Glockenturm hängen zwei aus dem Jahre 1444 stammenden Bronzeglocken, die im Tal bei Ehrenbreitstein von Meister Alex gegossen wurden.

Eine der größten Renovierungen erfolgte im Jahr 2001, dazu gehörten: Neue Fenster inklusive einem Motivfenster in Rosettenform, moderne Elektronik, Beleuchtung, die Erneuerung des zweiten Seiteneingangs sowie die dazu gehörenden Innen- und Außenanstriche.

Kirchengemeinde Urbach / K.W. 2004
Geschichtstafel vom Seiteneingang der Kirche
In Erinnerung an die alte jüdische Synagoge in Urbach (1813 – 09.11.1938) befindet sich im Vorraum das Haupteingangs eine Gedenkplakette und ein Stein der Synagoge.
stein plakette

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